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Geschichte

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Rickenbach im südlichen Schwarzwald besteht aus 6 ehemals selbständigen Ortsteilen mit insgesamt 13 Ortschaften. Dazu gehören Rickenbach, Altenschwand mit Glashütten und Strick, Hottingen, Willaringen mit Egg, Lehnhof, Schweikhof und Wieladingen, Bergalingen und Hütten mit Rüttehof. Die neue Gemeinde Rickenbach entstand zum 01. Januar 1975 im Zuge der Gemeindereform. Rickenbach ist das Zentrum im "Vorderen Hotzenwald" einem Südausläufer des Schwarzwaldes auch "Sonnenterasse des Hotzenwaldes" genannt.

Die unscheinbar wirkende Pfarrkirche von Rickenbach birgt einen der größten Kunstschätze Südbadens. Die Fenster des Gotteshauses wurden vom Karlsruher Glaskünstler Emil Wachter gestaltet, der auch den Altarraum mit einem beeindruckenden Wandgemälde schmückte. Diese Werke schaffen viele Bezüge zwischen Historie und Gegenwart.

Bereits im Mittelalter war Rickenbach kirchlicher Mittelpunkt. Die Deutschordenskommende von Beuggen hatte seit dem 13. Jahrhundert das Kirchspiel ausgebaut. Nach einer Legende war es der Rickenbacher Pfarrer Dietrich (von Rickenbach), der 1255 die Todtmooser Wallfahrtskapelle errichten ließ. Die Burg Wieladingen, die zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert eine bedeutende Rolle spielte, gehört seit dem Gemeinde- zusammenschluß ebenfalls zum Verwaltungsbereich Rickenbach. Vor hier aus überblickt man das Fricktal, das heute zur Schweiz gehört.

Innerhalb der Grafschaft Hauenstein ragte Rickenbach hervor. Es war Sitz eines gewählten Sprechers aller in der Gemeinde lebenden Personen, egal ob sie von Klosterherren abhängig oder sogenannte "freie" Bauern waren. Die Einungsorganisation hatte ihre eigene Gerichtsbarkeit, wählte unter freiem Himmel einen Sprecher (Einungsmeister) auf ein Jahr. Die acht Einungsmeister wiederum wählten einen Sprecher (Redmann), der die Einungen gegenüber der Regierung vertrat. Die Einung hatte eigene Steuerhoheit, führte ein eigenes Siegel und eine eigene Fahne.


Der Redmann war der eigene politische Vertreter.


Einungsmitglieder waren berechtigt Waffen zu tragen. Außerdem durfte - außer auf Wildschweine und Hochwild - frei gejagt werden. Jeder Einungsmeister mußte nach der Wahl schwören, so zu handeln, daß er es vor Gott verantworten könne. Ihre Privilegien und demokratische Selbstverwaltung verloren die Einungen der Grafschaft im Jahre 1752. Zu Verteidigungszwecken legten die Einungen Waldstriche auf Wällen an, sogenannte Hags. Bei Bergalingen sind Reste eines solchen Landhags gut erhalten. Ganz in seiner Nähe liegt ein riesiger Granitblock, der im Volksmund "Solfelsen" genannt wird. Für die Jäger und Sammler der Steinzeit war er eine bedeutende Landmarke, deren Herkunft im Dunkel der Vorgeschichte verborgen bleibt.


Im Ortsteil Hottingen ist eine Bewässerungsanlage des Mittelalters (Wuhr) zu sehen, das gut erhaltene "Hännerwuhr". Es gehört zu einem Bewässerungssystem, das gewerblich - etwa für Sägewerke - und landwirtschaftlich genutzt wurde.

Die gewählte Einungsverwaltung endete, als die österreichische Regierung mit den Salpeterer Unruhen nicht fertig wurde und die freien Wahlen abschaffte. Etwa ab 1755 wurden Einungsmeister und Redmänner von der Regierung eingesetzt. Mit der Eingliederung ins Großherzogtum Baden hörten ihre Ämter auf.

Für viele Menschen ist der Begriff "Hotzenwald" heute gleichbedeutend mit "Erholungsgebiet". Dies war jedoch nicht immer so. Im Jahre 1937 wurden 41 Gemeinden des Hotzenwaldes zum Notstandsgebiet erklärt. Darunter waren auch die sechs vorstehend erwähnten ehemaligen Gemeinden, die gegenwärtig die politische Gemeinde Rickenbach bilden.


Ein tiefgreifender Wandel der wirtschaftlichen und sozialen Struktur der Gemeinde Rickenbach konnte sich erst seit den 50er Jahren unseres Jahrhunderts vollziehen. Ab 1953 lief das vom Land Baden-Württemberg ins Leben gerufene sogenannte Hotzenwald-Notstandsprogramm. Im Rahmen dieses Projekts konnten landwirtschaftliche Betriebe rationalisiert und modernisiert werden. Einschneidende Veränderungen im positiven Sinne bewirkte auch die Modernisierung des Straßennetzes. Die Einwohner konnten dadurch auswärtige Arbeitsplätze im Rhein- bzw. Wehratal besser erreichen. Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Struktur der Gemeinde hat auch die Erschließung des Hotzenwaldes als Feriengebiet beigetragen. In den letzten Jahren haben sich immer mehr Feriengäste aus dem In- und Ausland von der Attraktivität des Hotzenwaldes überzeugt.

Aktuelles

  • Bitte um Beachtung: Aufgrund des Betriebsausfluges bleibt das Rathaus am Freitag, den 25.09. ganztags geschlossen.

  • Einladung zur Gemeinderatssitzung am 22.09.2026 um 19.30 Uhr (mehr)

  • Tropfen Wasserknappheit: Wir bitten um Beachtung. Auch in Rickenbach sollte weiterhin umsichtig mit Wasser umgegangen werden

    Rechtsverordnung des Landratsamtes Waldshut über die Beschränkung des wasserrechtlichen Gemeingebrauchs an oberirdischen Gewässern (mehr) (mehr), Pegelstände, Niedrigwasserinformationszentrum

  • Achtung Achtung bei Reisigverbrennung im Wald! (mehr)

  • Öffentliche Bekanntmachung der 4. punktuellen Flächennutzungsplanänderung der Vereinbarten
    Verwaltungsgemeinschaft Bad Säckingen, Herrischried, Murg und Rickenbach im
    Bereich Murg, Gemarkung Niederhof – „Holderacker“  (
    mehr)

  • Stellenausschreibungen:  Mitarbeiter im Ordnungsamt und technischem Dienst, Bauamt (mehr)

  • Ausschreibung des Landespreises für Heimatforschung im Jahr 2027, Bewerbungsfrist 31.10.2026 (mehr)

  • Zwangsversteigerungen am 17.11.2026:   Info

  • Das neue Südschwarzwald RadtourennetzFahrrad enjoy&bike (mehr) (mehr)

  • Information Caritasverband Hochrhein e.V.: Interkulturelle Woche DAFÜR! Ende September (mehr)

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